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June 10, 2026

Was kosten elektrische Rollläden und Raffstore? Preise 2026

Sie planen neue Beschattung und fragen sich, was elektrische Rollläden mit Einbau pro Fenster kosten – bevor Sie ein Angebot einholen oder einen bereits erhaltenen Kostenvoranschlag einordnen? Dann sind Sie hier richtig. Dieser Ratgeber nennt Ihnen ehrliche Richtwerte für 2026, erklärt den Preisunterschied zwischen Rollladen und Raffstore und zeigt, welche Positionen ein seriöses Angebot enthalten muss. So erkennen Sie auf einen Blick, ob ein Angebot fair kalkuliert ist – oder ob Ihnen Aufschläge untergeschoben werden.

Inhaltsverzeichnis

Was kosten elektrische Rollläden mit Einbau pro Fenster? Der Schnellüberblick

Vorweg die Zahl, wegen der Sie hier sind: Ein elektrischer Rollladen kostet Sie inklusive Motor und Montage pro Fenster als Richtwert rund 450 bis 800 Euro. Kleine Fenster und einfache Nachrüstlösungen liegen darunter, große oder bodentiefe Elemente deutlich darüber. Raffstore sind pro Fenster in der Regel spürbar teurer.

Weil Angebote oft undurchsichtig sind, hier die einzelnen Bausteine als Orientierung für 2026 – ausdrücklich als Richtwerte, nicht als Festpreise:

Position (pro Fenster)Richtwert 2026
Elektrischer Vorbaurollladen (Nachrüstung, inkl. Motor)ca. 350–600 €
Aufsatzrollladen im Neubau (Aufpreis zum Fenster)ca. 250–500 €
Raffstore (Element, inkl. Motor)ca. 500–1.000 €
Großes/bodentiefes Element (Zuschlag)ab ca. 900 €+
Motor statt Gurt (Aufpreis)ca. 100–200 €
Funk-/Smart-Steuerung (Aufpreis)ca. 50–200 €
Montage durch den Fachbetriebca. 100–250 €

Alle genannten Richtwerte verstehen sich als Bruttopreise inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Wichtig: Ein Preis „ab 199 Euro“ bezieht sich fast immer auf ein Kleinstfenster ohne Motor, ohne Steuerung und ohne fachgerechte Montage. Vergleichbar sind Angebote erst, wenn dieselben Positionen enthalten sind.

Diese Faktoren bestimmen den Preis pro Fenster

Warum die Spanne so groß ist? Weil mehrere Stellschrauben zusammenkommen:

  • Größe des Elements. Der Preis steigt mit der Fläche, nicht linear. Ein bodentiefes Terrassenelement kostet ein Vielfaches eines kleinen Badfensters, weil Panzer, Motor und Statik stärker dimensioniert sein müssen.

  • Bauart. Ein Vorbaurollladen wird außen auf die Fassade gesetzt und lässt sich gut nachrüsten. Ein Aufsatzrollladen sitzt oben auf dem Fensterrahmen und wird sinnvollerweise gleich mit dem neuen Fenster bestellt. Der Einbaurollladen im Sturz ist im Bestand am aufwendigsten.

  • Material und Dämmung des Kastens. Aluminium-Panzer mit ausgeschäumten Lamellen kosten mehr als einfache Kunststoffprofile, bieten aber besseren Schall- und Wärmeschutz.

  • Motor und Steuerung. Ein einfacher Funkmotor ist günstig; Zeitschaltuhr, Sonnen-/Windsensor oder Smart-Home-Anbindung treiben den Preis pro Fenster.

  • Farbe und Sondermaße. Standardfarben sind im Preis, RAL-Sonderlackierung und Nichtstandardmaße kosten Aufschlag.

Faustregel für Ihre Angebotsprüfung: Lassen Sie sich Element, Motor, Steuerung und Montage getrennt ausweisen. Ein Pauschalpreis ohne Aufschlüsselung ist kein Beweis für einen guten Preis.

Raffstore oder Rollladen – wo liegt der Preisunterschied?

Beide verdunkeln, aber sie lösen unterschiedliche Aufgaben. Ein Rollladen läuft in einer Schiene, verdunkelt vollständig und bietet zusätzlich Einbruchschutz sowie Wärmedämmung im Winter. Elektrische Rollläden sind pro Fenster meist die günstigere Wahl und die klassische Nachrüstlösung.

Ein Raffstore besteht aus einzeln verstellbaren Lamellen. Sie steuern damit den Lichteinfall stufenlos: Tageslicht hereinlassen und trotzdem die Sonne aussperren – das ist der große Vorteil beim sommerlichen Wärmeschutz. Genau diese Technik macht Raffstore pro Element teurer. Wer Wert auf ein modernes Fassadenbild und flexible Lichtlenkung legt, greift zum Raffstore und akzeptiert dafür den Aufpreis. Wer vor allem Verdunkelung, Sicht- und Einbruchschutz zu einem günstigen Kurs sucht, ist mit dem Rollladen besser bedient.

Neubau oder Nachrüstung – was ist günstiger?

Der Zeitpunkt entscheidet über mehrere hundert Euro pro Fenster. Im Neubau oder beim Fenstertausch wird der Aufsatzrollladen direkt mit dem neuen Fenster bestellt und montiert. Das ist die wirtschaftlichste Variante, weil Montage und Anschluss in einem Arbeitsgang laufen und kein zweites Gerüst nötig ist.

Bei der reinen Nachrüstung im bewohnten Bestand kommt meist der Vorbaurollladen zum Einsatz. Der Kasten wird außen montiert, die Verkabelung nachträglich verlegt. Hier lohnt der Solarrollladen: Ein kleines Photovoltaik-Modul am Kasten versorgt den Motor, Sie sparen die Elektroinstallation und den Wanddurchbruch. Der Aufpreis für das Solarmodul rechnet sich oft gegen die eingesparten Elektrikerkosten.

Motor, Steuerung und Smart Home

Der Wechsel vom Gurt zum Motor kostet als Richtwert 100 bis 200 Euro pro Fenster – für viele die sinnvollste Investition, gerade bei mehreren oder schwer erreichbaren Fenstern. Beim Rest gilt: Jede Komfortstufe kostet extra.

  • Funkmotor mit Handsender: die günstige Basis, ein Motor je Fenster oder gruppenweise steuerbar.

  • Zeitschaltuhr und Sensoren: Rollläden fahren automatisch nach Sonnenstand oder Uhrzeit – gut für Wärmeschutz und Anwesenheitssimulation.

  • Smart-Home-Anbindung: Steuerung per App und Sprachassistent. Rechnen Sie mit einem Aufpreis pro Fenster plus einmalig für die Zentrale.

Unser ehrlicher Rat: Legen Sie im Vorfeld fest, welche Funktionen Sie wirklich nutzen. Eine volle Smart-Home-Ausstattung über zehn Fenster summiert sich schnell – und ein Großteil der Bedienung läuft im Alltag doch über den simplen Wandtaster.

Montage: selbst machen oder Fachbetrieb?

Die Montage schlägt mit rund 100 bis 250 Euro pro Fenster zu Buche. Bei einem Vorbaurollladen im Erdgeschoss ist Eigenmontage für handwerklich Geübte denkbar. Sobald es um Obergeschosse, große Elemente, den 230-Volt-Anschluss oder die richtige Ausrichtung geht, sollten Sie den Fachbetrieb ran lassen – schon wegen Gewährleistung und Absturzsicherheit beim Gerüst.

Ein Vorteil, den viele unterschätzen: Kommen Fenster und Beschattung aus einer Hand und wird beides vom selben Betrieb montiert, entfällt das typische Schnittstellenproblem zwischen Fensterbauer und Rollladenmonteur. Bei DBFenster liefern wir geprüfte Premium-Markensysteme aus Polen und montieren mit dem eigenen deutschen Team – so gibt es einen Ansprechpartner für Maß, Einbau und Nachbesserung.

Gibt es Förderung für elektrische Rollläden und Raffstore?

Hier ist Vorsicht vor Versprechen angebracht. Einen pauschalen Zuschuss „für elektrische Rollläden“ gibt es nicht. Außenliegender Sonnenschutz kann jedoch als sommerlicher Wärmeschutz eine eigene förderfähige Einzelmaßnahme im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über das BAFA sein. Entscheidend ist dabei in der Regel eine automatische, licht- bzw. wärmestromabhängige Steuerung sowie die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (Energieberater) – ein einfacher Rollladen mit Handsender allein erfüllt die Voraussetzungen meist nicht. Ob und in welcher Höhe eine Förderung in Ihrem Fall greift, hängt vom Vorhaben und den zum Zeitpunkt gültigen Richtlinien ab.

Ebenfalls faktisch sauber eingeordnet: Rollläden können den Einbruchschutz erhöhen, ersetzen aber kein geprüftes einbruchhemmendes Fenster nach RC-Widerstandsklasse (DIN EN 1627) – diese Klassen gelten immer für das gesamte Bauteil aus Rahmen, Beschlag und Verglasung, nicht für einen nachgerüsteten Rollladen. Fenster selbst müssen die Anforderungen der Produktnorm EN 14351-1 und beim Tausch die energetischen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllen. Verlassen Sie sich nicht auf mündliche Zusagen – lassen Sie sich Fördervoraussetzungen und Normbezüge schriftlich bestätigen.


Fazit: Rechnen Sie pro Fenster mit rund 450 bis 800 Euro für einen elektrischen Rollladen inklusive Einbau und mit einem Aufschlag für Raffstore. Prüfen Sie jedes Angebot anhand der einzelnen Positionen – Element, Motor, Steuerung, Montage. Dann können Sie einen Handwerker-Kostenvoranschlag souverän einordnen und geraten weder an überteuerte Pauschalen noch an Lockpreise ohne Montage.

Häufig gestellte Fragen

Was kosten elektrische Rollläden mit Einbau pro Fenster wirklich?

Als Richtwert für 2026 zahlen Sie pro Fenster rund 450 bis 800 Euro – inklusive Element, Motor und fachgerechter Montage. Kleine Fenster oder einfache Vorbau-Nachrüstungen liegen darunter, große oder bodentiefe Elemente ab etwa 900 Euro aufwärts. Achten Sie darauf, dass Motor, Steuerung und Montage im Angebot getrennt ausgewiesen sind, sonst sind zwei Angebote nicht vergleichbar.

Ein Raffstore hat einzeln verstellbare Lamellen und lässt Sie Licht und Sonne stufenlos steuern – ideal für sommerlichen Wärmeschutz bei erhaltenem Tageslicht. Diese Technik ist aufwendiger als der geschlossene Panzer eines Rollladens, deshalb liegt der Preis pro Element meist spürbar höher. Wer vor allem günstige Verdunkelung und Einbruchschutz sucht, fährt mit dem Rollladen wirtschaftlicher.

Einen pauschalen Zuschuss nur für elektrische Rollläden gibt es nicht. Als sommerlicher Wärmeschutz können außenliegende Rollläden und Raffstore aber eine eigene förderfähige Einzelmaßnahme im Rahmen der BEG über das BAFA sein – in der Regel nur mit automatischer, licht- bzw. wärmestromabhängiger Steuerung und unter Einbindung eines Energieberaters. Ob das in Ihrem Fall greift, hängt vom Vorhaben und den aktuell gültigen Richtlinien ab. Lassen Sie sich Voraussetzungen und Höhe immer vorab schriftlich bestätigen.

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